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    Herzlich willkommen auf den Webseiten der Freien Gesamtschule der AWO Rudolstadt.

    Unsere Schule hat 2009 den Lehrbetrieb aufgenommen und wird seitdem Stück für Stück auf– und ausgebaut.

    Die Schule ist eine
    integrierte Gesamtschule
    • Sie führt zum Haupt–oder zum Realschulabschluss und in Verbindung
        mit einer gymnasialen Oberstufe auch zum Abitur.
    • Die Differenzierung der Schulleistungen erfolgt innerhalb des
        Klassenverbandes und durch Kurse.
    • Es erfolgt eine individuelle Leistungsförderung.
    – gebundene Ganztagsschule
    • Es gibt für die Schüler verbindliche Nachmittagsangebote, die Vertiefung, Förderung, Spezialisierung und Nachhilfe gewährleisten.
    – demokratische Schule
    • Es gibt gleiche Bildungschancen für alle. Soziales Engagement wird gefördert.
    • Die Schulstruktur ist auf Partizipation orientiert. Elternmitarbeit ist
        ausdrücklich erwünscht.
    – systemische Schule
    • Die Schule öffnet sich nach außen zu sozialen, kulturellen und
        wirtschaftlichen Einrichtungen.
    • Der Praxisbezug ist Bestandteil des Unterrichtskonzepts.
    • Schüler und Eltern stehen bei uns im Mittelpunkt. Wertschätzung und
        Ressourcenorientierung sind Teil unserer Organisationskultur.
        Wir fördern Höflichkeit und Toleranz als Teil unserer Beziehungskultur.
    – moderne Schule mit modernem Unterricht
    • Wir fördern die individuelle Persönlichkeitsentwicklung und orientieren
        uns an modernen Bildungsstandards und Unterrichtsstoffen.
    • Wir fördern gleichermaßen naturwissenschaftliche, sprachliche und
        musische Begabungen durch differenzierte Angebote.
    • Im Epochenunterricht soll für einen gewissen Zeitraum das Nebeneinander
        der Fächer aufgehoben werden, um konzentrierter bei einem
        Unterrichtsgegenstand zu verweilen.

    »»» DOWNLOAD Kurz-Konzept

    Untericht

Die Schule ist in den ersten drei Jahren einzügig. Im Schuljahr 2011/2012 gibt es eine fünfte, eine sechste und eine siebte Klasse.

6. Klasse 2010/11
Die siebte Klasse. In ihr lernen 13 Schülerinnen und Schüler.
Klassenlehrerin: Christine Hedwig

5. Klasse 2010/11
Die sechste Klasse. In ihr lernen 19 Schülerinnen und Schüler.
Klassenlehrerin: Sandra Eichfeld

Klasse 5 - 2011/12
Die fünfte Klasse. In ihr lernen 24 Schülerinnen und Schüler.
Klassenlehrerin: Desiré Sippach

Unser Team besteht aus Lehrerinnen und Lehrern sowie pädagogischen Fachkräften. Sie können über das Sekretariat der Schule Termine mit allen Lehrkräften vereinbaren sowie über die Email-Adresse der Schule direkten Kontakt mit Lehrern aufnehmen.

Christine
Hedwig
Direktorin, Klassenlehrerin 6. Klasse,
Lehrerin für Deutsch und Kunst
Christine Hedwig
Joanna
Czarnowski
Lehrerin für Mathematik  
Steffi
Donatt
Lehrerin für Musik Steffi Donatt
Sandra
Eichfeld
Klassenlehrerin 6. Klasse,
Lehrerin für Englisch
Sandra Eichfeld
Natalija
Franke
Lehrerin für Mathematik
Sabine
Herbig
Lehrerin für Spanisch  
Thomas
Kratzer
Lehrer für Religion  
Anrea
Ludwig
Lehrerin für Mathematik  
Lydia
Merkel
Leistet bei uns ihren Bundesfreiwilligendienst und unterstützt uns im Schulalltag  
Marco
Müller
Betreuer und Pädagogische Fachkraft Marco Möller
Julia
Scholz
Leistet bei und ihr Freiwilliges soziales Jahr und unterstützt uns im Schulalltag  
Reinhard
Sikoralski
Lehrer für MNT,
Biologie und Geographie
 
Desiré
Sippach
Klassenlehrerin 5. Klasse, Lehrerin für Deutsch und Geschichte  
Heidrun
Staskewitsch
Sekretärin  
Christine
Stognienko
Lehrerin für Ethik  
Ailer
Voigt
Lehrerin für Spanisch
(vertritt Frau Herbig)
 
Ingo
Winkel
Lehrer für Sport und WRT  

Lernen an der Freien Gesamtschule der AWO Rudolstadt - ein etwas anderer Schulalltag

Dienstagmorgen, 07:40 Uhr: Noch etwas verschlafen schlendert die elfjährige Ronja mit ihren Freundinnen Anne und Charlotte zur Schule. Im Klassenraum haben einige Mitschüler, die schon früher da waren, die Bänke zur Seite gerückt und die Stühle im Kreis aufgestellt. Um 07:45 Uhr eröffnet ihre Klassenlehrerin den Morgenkreis, und die Mädchen beginnen zu erzählen: Sie waren gestern am Schaalbach stromern und haben sich nasse Füße geholt … Andere Kinder sprechen darüber, wie es ihren Haustieren gerade geht oder was sie am gestrigen Nachmittag erlebt haben. Felix ist Trecker gefahren und Luisa hat ihren Opa im Krankenhaus besucht. Die Kinder hören einander zu und stellen sich langsam auf den gemeinsamen Tag ein. Um 08:00 Uhr beginnt der Unterricht in der Freien Gesamtschule der AWO in Rudolstadt. Die Schule wurde 2009 von einer Elterninitiative gegründet. Heute lernen hier 56 Schüler in drei Jahrgangsstufen. Mit jedem neuen Schuljahr kommt eine Klassenstufe dazu.

Finanziert wird die Schule durch die AWO Rudolstadt und einen monatlichen Schulentwicklungsbeitrag der Eltern in Höhe von 100 €.

Als integrierte Gesamtschule soll sie zum Hauptschul-, Realschulabschluss oder zum Abitur führen. Alle Schüler einer Jahrgangsstufe werden in einer Klasse unterrichtet, auch wenn sie unterschiedliche Schulabschlüsse anstreben. In den höheren Klassen erfolgt dann eine Einteilung in Kurse, um den einzelnen Schülern den angestrebten Abschluss zu ermöglichen.

Die junge Schule nimmt Schüler ab der 5. Klasse auf. Wie meist üblich, wird als erste Fremdsprache Englisch unterrichtet. Als Besonderheit haben sich die Schulleitung und die Elterninitiative für Spanisch als zweite Fremdsprache entschieden, da diese Sprache eine der meist gesprochenen Sprachen der Welt ist.

Es wird selbstverständlich nach dem Thüringer Lehrplan und modernen Bildungsstandards unterrichtet. Das Besondere ist jedoch der in Epochen strukturierte Unterricht. „Wo immer es sich anbietet, vermitteln wir Lehrplaninhalte in thematisch angelegten Epochen. Das heißt, dass momentan für die Siebtklässler die Römer nicht nur im Geschichtsunterricht auftauchen, sondern zugleich auch im Mathematikunterricht römische Zahlen und im Physikunterricht die Themen Temperaturen, Wärme und Energie anhand römischer Fußbodenheizungen behandelt werden. Die Schüler erleben so über einen bestimmten Zeitraum das alte Rom sehr intensiv und aus allen möglichen Perspektiven. Auf Seiten der Fachlehrer sind dafür Einfallsreichtum und genaue Absprachen nötig.“, erklärt Schulleiterin Christine Hedwig den Grundgedanken des Epochen-Unterrichts, den auch andere Schulen längst für sich entdeckt haben.

Epochenunterricht

Bei der Freien Gesamtschule der AWO in Rudolstadt handelt es sich um eine Ganztagsschule, in der die Nachmittagsangebote der Vertiefung des Unterrichts und der Förderung spezieller Interessen dienen. Das Kollegium legt großen Wert auf die Förderung handwerklicher, lebenspraktischer und sozialer Kompetenzen sowie auf eine Stärkung der künstlerisch-musischen Bildungsangebote. Naturverbundenheit und Spaß am Theaterspielen sind zwei weitere Markenzeichen dieser sehr lebendigen Schule.

Am Donnerstag, dem 13.10.2011, 14:15 Uhr konnten Interessenten bei einer kleinen Präsentation in der Aula der SBBS in Nord II einen Blick auf die Unterrichtsergebnisse der letzten Wochen werfen. Derzeit findet der Unterricht nämlich in dort angemieteten Räumen statt. Geplant ist ein Neubau oder der Kauf einer Immobilie durch die AWO. Aufgrund der in Thüringen üblichen Finanzierungsmodalitäten für Schulen in freier Trägerschaft ist dies aber erst in den kommenden Jahren möglich.

Ihren Anfang hat die Freie Gesamtschule in der Trägerschaft der AWO Rudolstadt in einer Initiative von Eltern der Freien Fröbelschule in Cumbach genommen. „Wir haben in der Grundschulzeit unserer Kinder erfahren können, wie viel eine Schule, die sich der besonderen Förderung von Kreativität, Selbstständigkeit und sozialer Kompetenz verschrieben hat, für die Entwicklung unserer Kinder zu leisten vermag.“, sagt Stefanie Feiler, eine Elternsprecherin der siebten Klasse.

Inzwischen ist die dritte „Fünfte“ in die Räume der SBBS eingezogen, hat das dritte Jahr der Arbeit in der Freien Gesamtschule begonnen. Viele Ideen der Gründer sind bereits im Alltag der Schule angekommen, so der fächerübergreifende Epochenunterricht, die Präsentationen am Ende der Epochen, die Kreativzeiten an den Nachmittagen, die enge und intensive Kommunikation zwischen Lehrern, Eltern, Schülern und dem Schulträger. Die Einbeziehung der Erfahrungen und des Wissens der Eltern in den Unterricht ist ein weiteres Anliegen der Gründer, das gezielt in der Schule umgesetzt wird. In der „Experten-Uni“ sprechen Eltern über Ihre Arbeit oder über Themen aus Wissenschaft und Kunst. Damit sollen die Kinder von Anfang an Einblicke in die Arbeits- und Gedankenwelt der Erwachsenen bekommen. Dies soll in Zukunft auch durch Praktika und Exkursionen z.B. in Unternehmen der Region ergänzt werden.

Eine andere Idee ist es, den Tag nicht in Blöckchen von 45-minütigen Unterrichtsstunden zu zergliedern, sondern möglichst große Unterrichtseinheiten zu einem Fach zu gestalten, um mehr Zeit für die Behandlung eines Themas zu gewinnen. Längere Arbeitsphasen verlangen auch nach längeren Pausen.

Und so haben Ronja und ihre Freundinnen in der Mittagspause eine ganze Stunde zum Spielen, Schwatzen und Essen Zeit. Wenn alle Kinder an den Gemeinschaftstischen versammelt sind, besprechen Schulleiterin und Erzieher mit ihnen kurz das Kreativprogramm für den Nachmittag. Ronja wird mit zwölf anderen Mädchen an einer neuen Tanz-Choreografie arbeiten; Anne und Charlotte besuchen unterdessen die beliebten Sportspiele, die eigentlich überwiegend eine Domäne der Jungen sind. Doch bevor sie sich gemeinsam mit den Kindern der fünften Klasse austoben und dann gegen 15:45 Uhr den Heimweg antreten können, brauchen sie noch einmal ihre volle Konzentration für eine Doppelstunde Mathe im Klassenverband.

Anstrengend und lang ist so ein Tag, aber wer so viel Weitblick hatte, seine Lernaufgaben tagsüber in den Lernzeiten vollständig zu erledigen, hat nach Schulschluss keine Hausaufgaben mehr. Höchstens ein paar Vokabeln wären da doch noch zu lernen…

Einladung zur Nikolaus-Werkstatt am 06.12.2011, ab 15:00 Uhr
Am Dienstag, dem 06.12.2011 findet in der Schule, Trommsdorffstraße 1-3, Haus II, ein Informationsnachmittag für interessierte Eltern und mögliche zukünftige SchülerInnen, die Nikolauswerkstatt, statt. An diesem Tag werden die Geschäftsführer Herr Tschoepke und Herr Dr. Steinhaußen für Gespräche zur Verfügung stehen. Die SchülerInnen der Gesamtschule zeigen bis 15:45 Uhr einige ihrer Unterrichtsergebnisse und begleiten die Kleinen durchs Schulhaus. Die BesucherInnen können sich bis etwa 17:30 Uhr im Haus umschauen, sich über die Schule informieren und einen Einblick in verschiedene Angebote und Aktivitäten erhalten. In verschiedenen Räumen wird zu diesem Zweck Töpfern, Basteln und Probeunterricht in den Fächern Geschichte und Englisch stattfinden.

Nikolausbasteln
"Einen Tag ganz anders sein" - Das geheime Nachtleben einer Almkuh

„Einen Tag ganz anders sein“, eine Geschichte von Luisa Sophie Landgraf, Klasse 6, eingereicht und preisgekrönt beim „Thüringer Buchlöwen“ 2011.
Die Preisverleihung findet am 26.11.2011 in Erfurt statt. Luisa Sophie Landgraf, Juli 2011

"Einen Tag ganz anders sein" - Das geheime Nachtleben einer Almkuh
Auh! Mir hat doch gerade etwas auf meinen Bauch gepeitscht?! Dachte ich und schlug die Augen auf. Und was ich da sah, war ein Stall mit vielen Kühen, sie waren dick und müffelten leicht. Eine braun-weiß Gefleckte lag neben mir und peitschte mit ihrem Schwanz mehrmals an meinen dicklichen Bauch.
Nun schaute ich mich von oben bis unten an. Ich war eine mittelgroße Kuh mit einem weißen Bauch und einem großen schwarzen Fleck auf dem Rücken. Der Rest von mir war braun. Ich war wirklich eine hübsche Kuh, im Gegensatz zu den anderen Kühen. Denn alle Kühe, außer mir, waren langweilig weiß mit braun oder braun mit hellbraun.
Die Stimmung im Stall war wie beim Mittagsschlaf. Alle lagen wir und kauten etwas Heu. Gegenüber von mir lag eine hellbraune Kuh. Sie hatte riesen große braune Klubschaugen. Diese Kuh wurde als erste etwas unruhig. Sie schien die Leitkuh zu sein, denn sie hatte eine große Glocke um den Hals. Nun standen auch die anderen Kühe auf. Nach ca. einer halben Stunde kam eine ältere Frau herein und sagte uns allen erst einmal: „Grüß Gott“. Sie kraulte mich hinter den Ohren und fing an, uns alle mit der Melkmaschine zu melken. So verging noch eine halbe Stunde. Auch ich war schon etwas aufgeregt. Jetzt ging es endlich los.
Die Leitkuh mit der Glocke ging als erste aus dem Stall. Sie wartete dann brav vor dem Hoftor. Als nächste lief eine braun-weiße Kuh heraus. Sie ging auch bis zum Hoftor und fraß unterwegs ein paar Johannisbeeren, die neben ihr an einem Zaum wuchsen. Nun sollte ich herausgehen, zu den anderen zwei Kühen. Also trottete ich den schmalen Hof entlang und fraß nebenbei ein bisschen Gras. Mal von links, mal von rechts. Als dann alle Kühe draußen

waren, wurde das Hoftor aufgemacht. Wir Kühe liefen muhend auf die Straße. Mittlerweile dämmerte es schon und es regnete schwach. Nun gingen wir also gemütlich die Straße entlang, über einen kleinen Hügel. Als uns keiner mehr sehen konnte, blieben wir stehen und eine braun-hellbraune Kuh quatschte mich an: „Hey Du! Warum kuckst Du heute wie als wärst Du’n Strohballen?!“ Darauf stotterte ich: „Äh, ihr könnt reden“? „Na soll ‘n wir quaken“ sprach mich eine andere Kuh an. „Nein – nein“ sagte ich und schlug mit dem Schwanz nach ein paar Fliegen. Aber da ich ja dachte zu wissen, was Kühe abends machen, wenn sie Hunger haben, konnte ich mich nicht verkneifen zu fragen: „Und wir bleiben jetzt die ganze Nacht hier stehen und fressen“? „Spinnst Du?!“, fragte mich die Leitkuh. „Denkst Du ernsthaft wir intelligenten Kühe stehen hier die ganze Nacht dumm rum und fressen?“ „Ja eigentlich schon“ sagte ich. Doch darauf bekam ich keine Antwort.
Nun liefen wir wieder eine ganze Weile nach Osten. Dort lag ein kleines Waldstück. Da gingen wir hinein und folgten einem schmalen Trampelpfad. „Wo wollen wir eigentlich hin“ fragte ich. „Na auf jeden Fall zu keiner Weide“. „Wir werden ein paar Wanderwege entlang gehen und anschließend die Straße zum Hintersee ablaufen. Denn dort im Wald gibt es wunderbare Kräuter“ sagte die Leitkuh und leckte sich die Schnauze. „Und wann schlaft ihr“ fragte ich? Sie antwortete: „Wir schlafen am Tag, aber dann am Hintersee werden wir uns ein bisschen hinlegen“. Glücklich lief ich weiter. Nach etwa einer Viertelstunde kamen wir zu einer Lichtung. Dort fraßen wir ein paar Pilze und gingen, wie gesagt, den schmalen Wanderweg entlang. Auch hier fraßen wir gemütlich. Mal von links, mal von rechts. Schließlich kürzten wir über eine steile Wiese ab, indem wir sie hinunter galoppierten. Danach ging es auf der Straße weiter. Dabei kamen wir an einem kleinen Wald vorbei, wo es wirklich leckere Kräuter gab. Nach ungefähr zweieinhalb Stunden hatten wir unser Reiseziel erreicht. Den Hintersee!
Gleich besuchten wir Entenmutter „Naaak“ und fragten, wie es ihren Kleinen ginge. „Es geht ihnen sehr gut“ sagte sie zu uns und stellte sie uns mit Namen vor. „ Naak, Nak, Naknak und Nakkk“. Wir taten alle ganz entzückt. Doch ich gebe zu, bei der Namensauswahl hätte sie sich etwas mehr Mühe geben können. Danach suchten wir uns am Ufer eine kleine Wiese und legten uns dort hin. Früh um zwei Uhr wachten wir von einem schlappernden Geräusch auf. Und was soll ich sagen, es war Paula. Sie war die verrückteste Kuh aus unserer Gruppe. Wahrscheinlich ist sie in der Nacht aufgestanden und zum Parkplatz gelaufen, der auf der anderen Seite des Hintersees lag. Dort leckte sie ein staubiges Auto ab. Sie ließ nichts davon aus. Von der Kofferraumklappe, über die Seitentüren, bis zur Windschutzscheibe wurde alles gnadenlos abgeschleckt. Gerade waren die Scheibenwischer dran. Als sie darüber schleckte war es so laut, dass es bis zu uns herüber schallte. Wir rannten zu ihr und zogen sie vom Auto weg. Da meldete sich bei der Leitkuh das Zeitgefühl. Sie wusste nämlich, dass alle Kühe um 5.00 Uhr zu Hause sein müssen.
Also marschierten wir wie Soldaten wieder nach Hause. Wir waren auf die Minute genau da, wurden in den Stall gelassen und gleich gemolken. Danach legte ich mich ein wenig hin.
Da pikste mich doch was?! Ich schlug die Augen auf! Ich lag in meinem Bett! War es etwa nur ein Traum? Aber nein, ich fasste hinter mein Ohr und hatte einen Strohhalm in der Hand. Was ist nur mit mir los, fragte ich mich und schlief wieder ein...

Große Freude in der Freien Gesamtschule der AWO Rudolstadt

Voller Stolz präsentieren Klara Sophie Herschmann und Luisa Sophie Landgraf ihre Preise. Am Samstag waren die Schülerinnen  zu einer Auszeichnungsveranstaltung des Thüringer Buchlöwen nach Erfurt eingeladen. Sie hatten am diesjährigen Schreibwettbewerb zum Thema “Einen Tag GANZ ANDERS sein” gemeinsam mit weiteren 380 Schülern teilgenommen. Dabei belegte Klara Sophie mit ihrer Geschichte „Picasa“ den zweiten Platz in der Altersgruppe 7-10 Jahre. Die Geschichte von Luisa Sophie „Das geheime Nachtleben einer Almkuh“ wurde mit dem ersten Platz in der Altersgruppe 11-12 Jahre ausgezeichnet. Die Geschichten der Preisträgerinnen können ab sofort in der aktuellen Broschüre des Thüringer Buchlöwen und auf der Schulhompage unter: www.awo-rudolstadt.de nachgelesen werden.  Mit speziellen Angeboten zu Literatur, Musik, Tanz und Schauspiel unterstützt die Freie Gesamtschule der AWO Rudolstadt den künstlerischen Lebenszugang der Kinder. Interessierte SchülerInnen und ihre Eltern können sich am Dienstag, dem 06.12.2011, zur Nikolaus-Werkstatt um 15:00 Uhr in der Schule, Trommsdorffstraße 1-3, Haus II, einfinden. An diesem Informationsnachmittag werden die Geschäftsführer Herr Tschoepke und Herr Dr. Steinhaußen für Gespräche zur Verfügung stehen. Die SchülerInnen der Gesamtschule zeigen bis 15:45 Uhr einige ihrer Unterrichtsergebnisse und begleiten die Kleinen durchs Schulhaus. Die BesucherInnen können sich bis etwa 17:30 Uhr im Haus umschauen, sich über die Schule informieren und einen Einblick in verschiedene Angebote und Aktivitäten erhalten. In den Klassenräumen wird zu diesem Zweck Töpfern, Basteln und Probeunterricht in den Fächern Geschichte und Englisch stattfinden.

Preisträgerinnen

PICASA

"Gute Nacht, Mama", rief ich in die Stube. "Schlaf schön", kam die Antwort von meiner Mutter. Mein Vater war mal wieder auf Dienstreise. Er hat eine Firma, in der elektrische Medien wie zum Beispiel Fernseher oder Radios hergestellt werden. Meine Mutter arbeitet an der Rezeption im Krankenhaus. Daher sehe ich die beiden leider nicht sehr oft. Und meinen größten Wunsch können sie mir erst recht nicht erfüllen: ein eigenes Pferd. Traurig ging ich ins Bett und schlief sofort ein. Ich träumte: Ich kam am nächsten Morgen in die Küche. "Morgen", sagte ich verschlafen zu meiner Mutter, die schon am Frühstückstisch saß. "Morgen, Schatz", meinte sie, "komm, iss, du wirst heute all deine Kraft brauchen." "Warum?", fragte ich. Doch ich bekam die Antwort auf meine Frage nicht mehr, denn schlagartig wachte ich auf. Nur wo wachte ich auf?! Ich lag nicht mehr in meinem Hochbett, sondern – ich traute meinen Augen kaum – in einer Pferdebox. Um mich herum standen viele andere Pferde in ihren Boxen. Ich erkannte sofort, dass es Hannoveraner waren. Ich selbst war eine hübsche Fuchsstute. Da kam ein Mann, der Reitlehrer, auf mich zu. Er hatte ein sechs- oder siebenjähriges Mädchen an der Hand. "Morgen Picasa", sagte die Kleine. Picasa?! Gestern hieß ich doch noch Klara. Der Reitlehrer legte mir geschickt ein Halfter an und führte mich aus der Box. Als ich im Vorbeigehen in einen Spiegel an der Wand schaute, sah ich, dass ich einen kleinen, weißen Fleck – eine Schnippe – auf der Nase hatte. Ich war eines der Schülerpferde. Die Reitstunde mit diesem kleinen Mädchen war schrecklich. Sie zerrte rabiat an den Zügeln und trat mir ihre Beine in die Flanke als hinge ihr Leben davon ab. Als ich später auf die Koppel gebracht wurde, wollte ich nur noch eins: weg von hier. Also nahm ich Anlauf und sprang mit einem riesigen Satz über den Zaun. In diesem Moment brachen über mir die Wolken auf und ein schwarzes Pferd mit wallender Mähne kam vom Himmel herunter geflogen. Es sagte: "Ich bin Schwarzer Blitz. Wenn du die Existenz des Guten retten willst, dann finde einen Stein. Sobald du ihn berührst, wird alles sein, wie es früher war. Wenn du es nicht schaffst, wird das Böse deine Welt zerstören." Mit diesen Worten verschwand er. ‚Und wie lautet der Name dieses Steines?‘, dachte ich. Auf einmal hatte ich eine Idee. Was, wenn es etwas mit meinem merkwürdigen Namen zu tun hatte? So schnell ich konnte, galoppierte ich in den Stall zurück. Zum Glück war gerade keiner da. Da stand es: Picasa. Moment mal, Picasa, Asacip. Sobald dieser Gedanke durch meinen Kopf schoss, galoppierte ein Pferd aus Staub- oder Lichtteilchen durch den Stall. Sofort schoss ich hinterher. Ich galoppierte stundenlang durch die unterschiedlichsten Landschaften. Auf einmal blieb ich stehen. Das Pferd war verschwunden. Vor meinen Hufen lag ein Stein, der in allen Farben schillerte. Ich wusste sofort, dass es der Asacip sein musste. Ich stupste ihn mit den Nüstern an. Ein schrilles Wiehern durchbrach die Stille. Schwarzer Blitz?!
Auf einmal lag ich in meinem Bett. "Klara, wach auf, sonst verpasst du deinen Schulbus", meine Mutter rüttelte mich wach. Ich war verwirrt. Aber, ob Traum oder Wirklichkeit, mein nächstes Abenteuer ist ein Flug zum Ende des Universums, das schwor ich mir.
Klara Sophie Herschmann, 10 Jahre

 

 

Der Förderverein der Freien Gesamtschule der AWO Rudolstadt e.V. unterstützt die Arbeit und Entwicklung der Schule. Anliegen des Förderverein ist es, gemeinsam mit der Schule das Beste für die Schüler zu tun.

Hierbei ergeben sich vielfältige Möglichkeiten, von der Bereitstellung von Bildungsmaterial und Schulausstattung bis hin zur Begleitung der Schüler im Schulalltag und in der Freizeit.

Die aktive Mitgliedschaft der Eltern oder Dritter sowie Spenden und Mitgliedsbeiträge sollen die Grundlage für die Tätigkeit des Vereins bilden.

Die Mitgliedschaft im Verein ist unabhängig vom Antrag auf die Aufnahme in die Schule zu sehen. Als Mitglied können Sie die Arbeit des Vereins aktiv mitbestimmen. Es steht Ihnen frei, an jeder Sitzung des Vorstandes teilzunehmen und die Arbeit des Vereins aktiv mitzugestalten. Über die Mitgliederversammlung haben Sie direkte Mitwirkungsrechte.

KONTAKT
Förderverein der Freien Gesamtschule Rudolstadt e.V.

Uhlsbachstr. 142, 07407 Uhlstädt–Kirchhasel
Vorstand: Katja Herschmann, Stefanie Feiler, Jan Freyer

info@förderverein–gesamtschule.net

Bankverbindung: Konto 42660809, BLZ 83094454, Volksbank Saaletal eG

Jedes Kind im entsprechenden Alter kann in die Gesamtschule der AWO aufgenommen werden. Dabei sollen pädagogische Gesichtspunkte berücksichtigt werden, die der Konzeption der Schule zugrunde liegen.

Die Klassenstruktur soll sozial– und leistungsdurchmischt sein. Das heißt:

• Die Aufnahme setzt keine Schulartempfehlung voraus. Grundsätzlich
   können alle Schulabschlüsse (Haupt-, Regel- und gymnasialer
   Schulabschluss) angestrebt werden.
• Die Klassen sollen in etwa die gleiche Anzahl von Mädchen und Jungen haben.
• Es gibt keine sozialen Barrieren. Eltern, die ein geringeres Einkommen haben,
   zahlen entsprechend geringere Schulentwicklungsbeiträge.

Geschwisterkinder können bevorzugt aufgenommen werden.


»»» Anmeldeformular zum Download

Schulleiterin
Christine Hedwig

Schulbüro
Heidi Staskewitsch
(03672) 8290180
gesamtschule@awo-rudolstadt.de

Postanschrift
AWO Soziale Dienste Rudolstadt gGmbH
Weststraße 11
07407 Rudolstadt

Schulstandort (keine Postadresse)
SBBS Rudolstadt
Trommsdorffstraße 1 und 3
07407 Rudolstadt